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Hier ist Platz genug für die Berichte von einem, der auszog das Fürchten zu lehren... oder doch lernen? Die Abenteuer des kleinen Frauenhelden: Horst!

 Hey, es tut mir sehr leid, dass ich erst jetzt dazu komme, meine Aufzeichnungen zu veröffentlichen. Aber ihr wisst ja selber, wie das mit Daniel immer ist. Nie lässt der einen an den Rechner, und wenn ich dann an den Rechner durfte, ja, dann war kein INternet mehr da. Manchmal frag ich mich schon, ob es wohl das richtige war, zu ihm zurückzukommen, das war doch alles so spannend auf meiner Reise. Aber hier ist es auch ganz spannend, deswegen hier meine kleinen Abenteuer.

 

Des kleinen Horsts großes Fotoalbum aus Salinas und Palmar

Yeah, Horst am Cruisen. Und dabei Händchen halten mit einer wunderschönen Ecuadorianerin? Was kann schöner sein?

Dabei noch etwas Alkohol trinken. Mjam. Ich musste mir ja auch etwas Mut antrinken, immerhin habe ich noch nie den Pazifik gesehen, und berührt!

Also krabbelte ich im Dunkeln los, wollte aber alleine sein. DIe Mädels und Daniel haben ja für so große Momente nicht das Herz, sie erfassen nicht die Tragweite, die Bedeutung, die so ein Ereignis für einen Waschbären wie mich hat. Also ganz langsam anschleichen... Und da war er dann. Der Pazifik. Mit Badewannentemperatur.

Und ich ganz schnell rein, nackig, hatte ja keine Badehose dabei. (Aber davon gibt's keine Fotos!) Und dann, naja, dann bin ich mit Mariakas kleiner Schwester wieder in den Wagen gegangen, während die Anderen noch etwas gefeiert und getrunken haben. Aber wir entschlossen uns für traute Zweisamkeit. Und zum Schluß ist sie eingeschlafen. An mich gekuschelt. War das schön. Und am nächsten Tag: AUSFLUG!

Hey! Lasst mich raus, ich will an den Strand!


Na endlich, es geht doch! Schön hier, hier bleib ich. Und dann gingen wieder diese ganzen wilden Fotosessions los. "Horst, guck mal!" "Lächeln!"

 

Ich mich also so betont lässig und sexy in die Muschel geflätzt! Jetzt wisst ihr auch wieso man mich auch den Schaumgeborenen nennt... Hui, aber dann wurde mir das Ganze doch zuviel...


Die ganzen Frauen, Fotos und Fans. Dieses ständige Autogrammgeben. Und die Sonne. Hatte ja keine Sonnencreme für seidiges Waschbärenfell dabei. Deswegen hab ich mich lieber versteckt! Sicher ist sicher. Ihr wisst ja, wenn ich ausseh wie nen gekochter Krebs möchte die liebe Schildkrötin vielleicht nichts mehr von mir wissen...

 

Mutterseelenallein

Mensch Mensch Mensch (Oder lieber: Waschbär Waschbär Waschbär!), ihr glaubt es nicht. Jetzt lässt mich der Daniel schon wieder ständig alleine, geht ins Fitnessstudio und tut so, als wäre er sportlich. Ich glaube, er hat eingesehen, dass er einfach keine Schnitte hat, so im direkten Vergleich mit mir. Ich als kleiner Frauenheld erobere noch jedes Herz, und er, tja, mit so ner Wampe. Da kann er eh lange trainieren. Aber ob es ihm was nützt? Hat er etwa so putzige und süße kleine Augen? Oder so eine putzige Schnauze, die man so toll reindrücken kann? Ha, hat er nicht! Und deswegen wird er auf ewig die Nummer zwei bleiben. Hinter mir. Aber ich möchte ja bescheiden sein. Zumindest ein wenig. Aber immerhin nimmt er mich nicht mit ins Fitnessstudio, da zu den ganzen schwitzenden Menschen, igittigitt. Und alleine ist es hier ja auch nicht so schlimm, eigentlich sogar ganz toll. Bei diesem Wetter. Hui. Habe mich dann auch mal wieder auf Entdeckungstour gewagt im Hostel, mal auf Erkundungstour gehen. Voll riskant. Wenn mich die Katze gesehen hätte, die ist ja grad rollig. Und ich als Frauenheld. Das wär ne Arbeit geworden... Auf jeden Fall bin ich dann zum Pool! Wow, aber erst ganz ganz langsam. Hab erst etwas Bekanntschaft mit der Vera geschlossen, die ist mir aber zu stachelig.

Also weiter, zum Pool, ich mein, ich muss ja auch braungebrannt und knackig sein. Nicht, dass ich mich vor Daniels Konkurrenz fürchte, aber Schildkrötendamen sind ja bekanntlich sehr wählerisch. Daher erstmal ein paar Runden schwimmen. Aber Horst hieß nicht Horst und das wären nicht meine Abenteuer, wenn ich einfach so ins Wasser gehüpft wär. Ha! Was denkt ihr denn!? Ich möchte mal behaupten: Todesmutig bin ich aufs Sprungbrett geklettert. Nicht auszudenken, was da alles hätte passieren können. Aber das war aufregend. Ich da oben.

Der Wind umtoste mein kleines und zartes Näschen, ich stand wie im Sturm, felsenfest. Kämpfte gegen die Windböen an. Ich wollte ja auch nen anständigen Sprung hinlegen (Man weiß ja nie, wer einen doch heimlich beobachtet!). Und so saß ich dann da. Genoss diesen Nervenkitzel, diesen Tanz auf Messers Schneides. Atmete den Duft der Todesgefahr. Mein Adrenalinspiegel ging ins Unermeßliche. Mein Blut kochte. Und dann, dann hüpfte ich, erst auf der Stelle, um ordentlich zu federn und stürzte mich dann - todesmutig! - in die Fluten, mein zartes Näschen voran. (Hierbei möchte ich noch eine Warnung aussprechen: Liebe Leser, bitte, BITTE!, macht das nicht nach. Das kann ganz schnell ins Auge gehen. Und es ist ja auch nicht jeder so ein durchtrainierter Waschbär wie ich!) Dieses Gefühl, hui, meine Pfoten zittern ja immer noch wenn ich daran denke, wie ich da rein gehüpft bin.


Ich kann euch nur sagen, es war WAHNSINN! Der PURE WAHNSINN! Wow. Manchmal habe ich ja selber Angst vor meinem Wagemut. Aber das gehört wohl dazu, zu einem Leben als kleiner Frauenheld. Dann schwamm ich meine Bahnen, wie ein Fisch möchte ich mal sagen, oder wie ein Delfin. Ich versuchte dann auch noch eine eine Schildkröte zu schwimmen. Ich muss ja einiges auf dem Kasten haben,wenn ich dann mal auf die Inseln komme. Aber das hat schon sehr geschlaucht alles. Was ein Abenteuer. Schließlich entschloss ich mich auf Daniel zu warten. Und mein Fell zu trocknen, und ein wenig mich in der Sonne zu bräunen. Um ein bisschen an meinem Suferlook zu arbeiten. Also legte ich mich hin, in die Sonne und bräunte meinen (durch Bierkonsum) durchtrainierten Bauch. Und ließ den Tag ausklingen. Hui, was war das aufregend. Ich glaube morgen oder so möchte ich mal etwas raus. Mal schauen ob Daniel mich rauslässt oder ob ich einfach heimlich durch das Gittertor entfleuchen sollte. Mal schauen, seine Wahl sag ich mal. Aber erstmal gibt es jetzt Vodka. Lecker.

Abenteuer am Flughafen:

Wisst ihr, wenn einer eine Reise tut, ... Äh, weiß nicht wie der Spruch weitergeht. Ist schon doof manchmal nur ein kleiner Waschbär zu sein. Da weiß man sowas nicht. Und der doofe Daniel will mir da auch nciht weiterhelfen. Aber ich glaube, der weiß das eigentlich grad auch nicht. Hehe. Naja, aber er ist eigentlich ganz lieb zu mir. Hat mich ja sogar mit genommen nach Ecuador, ich will mir ja ne reiche Schildkrötendame angeln, so eine mit richtig Asche und nem schönen Häuschen auf den Galapagosinseln. Mit Strand, dass ich immer surfen kann. Und eine, die mir immer leckere Sachen kocht. Nicht so wie die Meckermutti, mit der ich an Daniels Party... Naja, ihr wisst schon. Die hat immer gemeckert. "Das war das allerletzte Mal!" Blabla... Wenn ich weiter so abschweife, wird das mit meinen Aufzeichnungen nie was. Wo war ich? Daniel hat mich mitgenommen (mehr zu der Schildkrötin gibts dann wenn ich sie kennengelernt habe), und hat mich sogar auf dem Flughafen von Atlanta rausgelassen, so ein wenig Auslauf und so. Habe direkt ein paar Amiherzen erobert. Mich füttern lassen. Aber von dem ganzen Reisen und den Abenteuern wurd ich natürlich auch fürchterlich müde. Hui, was war das für ein Stress. Dann habe ich mir erstmal nen RedBull gekauft. Oder kaufen lassen, von so ner heißen Schnecke. Die hat mich dann auch direkt fotografieren dürfen. Ich bin da ja nicht so. Ihre Nummer habe ich aber verloren. Aber ne Fernbeziehung nach Amerika? Reicht ja schon, dass Daniel mir immer die Ohren vollheult von wegen Fernbeziehung. Schlappschwanz. Soll er sich auch so ne wilde Schildkrötendame suchen wie ich. Yeah! Mit Haus am Strand. Und ich immer am surfen. Das wird ein Leben, aber erstmal, das bin ich mit dem RedBull.

Danach ging es mir dann auch echt wieder besser. Hui, dann hab ich noch etwas den Flughafen erkundet. Der Teppich, der gefiel mir aber gar nicht, hab ich erstmal draufgemacht! Selber schuld, was haben die auch keine Waschbärenklos?! Und was haben die so häßliche Teppiche? Und dann hab ich noch ein paar Flugzeugen hinterher geguckt. Mensch, wie die in die Luft gestiegen sind, wieso kann ich eigentlich nicht fliegen? Wenn so richtig dicke Dinger wie FLugzeuge in die Luft gehen, warum dann nicht auch so ein kleiner zierlicher Waschbär wie ich? War auf jeden Fall sehr erstaunt...

 

Oh du liebe Güte, dachte ich dann. Das ist ja mein Flieger!!! Ui, was für ein Schreck, hatte Daniel mich schon wieder vergessen? Ist er immer noch zickig wegen meines kleinen Abenteuers? Zicke! Nein, ich hab gar nicht auf die Uhr geguckt. War so hin und weg von allem. So schnell bin ich glaub ich noch nie in meinem Leben gerannt, aber zum Glück: Vor dem Gate stand Daniel, kniete und flehte die Leute von der Fluggesellschaft an, noch etwas zu warten. Nur noch einen klitzekleinen Moment. Hui, dann schnell in die Tasche gehüpft und ab ging es. Nach Guayaquil. Glück gehabt. Danke, Daniel.

 




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