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Von den Bewohnern der Mitte der Welt und dem Eiermeister!

Reisebericht!

Etwas nachträglich hier also meine Reisebeschreibung... Meine beiden Reisen haben beide angefangen im schönen Quito, mit dem Nachtbus hin, dann Frühstück, dann Stadtgucken, dann Mittagsschläfchen, dann nochmal Stadt gucken. Die Nachtbusse waren sogar relativ bequem.(Im zweiten gab es dann sogar einen Becher Cola und eine Packung Kekse für jeden, oho!)

Quito war aber wirklich sehr schön! Laut Reiseführer die Stadt des ewigen Frühlings... Nach dem ganzen Schwitzen im feuchtschwülen Guayaquil war es wirklich angenehm mal einen Klimawechsel zu erleben. Das Wetter war beide Male leicht sonnig (ab und an mal ein Wölkchen) und angenehm warm. Probleme machte allerdings die Sonne. Da Quito auf fast 3000 Höhenmetern liegt, gab es den einen oder anderen Sonnenbrand. Aber immerhin: Nicht für mich!

Seit 1978 (als erste Stadt überhaupt) zum Weltkulturerbe der Unesco ernannt, bietet die Stadt schon einen recht schönen Anblick. Es gab vor allem Kirchen und Klöster und schöne Straßenzüge.

Das hier ist zum Beispiel La Ronda, eine Straße, aber ausnahmsweise ohne Kirche. Abends sind wir dann jeweils irgendwo in Richtung Mariscal gegangen. Dort, wo sich die ganzen TOuristen haufenweise einfinden. (Und, wo es wohl noch ein kleineres Kriminalitätsproblem gibt. Allerdings haben wir auch vermerkt Polizeipräsenz gesehen.) Schon sehr touristisch (Wobei jetzt touristisch natürlich nicht negativ zu verstehen ist. AUßer bei den Preisen, beim Abendessen haben wir ziemlich viel Geld gelassen, war aber auch lecker!).

Am nächsten Tag ging es dann zur

Mitte der Welt

nach Mitad del Mundo...


Ein Monument für die erste genaue Bestimmung des Äquators, zwischen 1979 und 1982 errichtet. Darum gruppieren sich einige Häuschen mit allerlei folkloristischem Allerlei. Und über das ganze Gelände zieht sich eine Linie, teilt es in Norden und Westen. Der Äquator?! Fast, dafür ist die Linie 240 m zu weit südich. Schade schade, aber GPS hat man ja auch noch nicht so lange erfunden. An der richtigen Äquatorlinie findet man dann aber noch ein anderes kleines Museum, das Inti Ñan-Museum (Weg der Sonne?). Errichtet auf RUinen, denn die Eingeborenen, die Inkas wie die Quichua(glaub ich)-Indianer wussten es genauer (hatten aber acuh kein GPS).

Neben einem eingelegten Penisfisch (Phantomschmerz!), einem echten Schrumpfkopf und ein paar authentischen Indianerhäusern wurde hier die "Macht des Äquators" demonstriert. Man konnte sehen, wie sich im Wasserbecken das Wasser der Kreoliskraft gehorchend im Uhr- bzw gegen den Uhrzeigersinn drehte. (Auch wenn ich zuvor im Lonely Planet gelesen habe, dass das Unsinn ist, hat es da trotzdem geklappt) Besonders interessant waren auch die anderen Experimente: Man versuchte erst neben der Linie den Daumen und Zeigefinger einer anderen Person waagerecht zusammengedrückt auseinander zu ziehen. Ging neben der Linie schwer, auf der Linie ging es fast von allein! Ähnlich auch das nächste Experiment, bei der eine Person ihre beiden Arme - die Hände gefaltet - in den Himmel streckte und eine andere Person versuchte, diese herunter zu ziehen. Klappte auf der Linie auch um einiges leichter... Faszinierend. Dann gab es noch ein Gleichgewichtsexperiment, aber dem habe ich nicht getraut. Gleichgewicht war scon als Kind nicht mein Freund...

Dank des Äquators ist es aber nirgends so einfach, ein rohes Ei auf einem Nagel zu balancieren. Nun ratet mal, wer es geschafft hat: Ich! Beide Male! Gab sogar Urkunden dafür... Muss ich mir Rahmen und eine Kopie meinen nächsten Bewerbungen beifügen...

Ha! Geschafft...

... und das in der dünnen Luft!

Bei meiner zweiten Reise ging es dann noch weiter, mit der Cambioneta Richtung Vulkan Pululahua (erloschen). Und dann in den Krater absteigen. Klingt zunächst aufregender als es ist. Der Kater war schon etwas länger erloschen, von dorther auch landwirtschaftlich genutzt. Das Ganze hat uns etwas verwirrt, rechneten wir zunächst Eintritt zu zahlen für das Naturschutzgebiet. Mussten wir aber nicht. Zumindest wollte keiner Geld sehen. Also machten wir uns an den Abstieg. Aussicht war auch sehr schön, der Weg allerdings sehr steil.

Blauäugier Weise rechneten wir auch den ganzen Abstieg damit, dass es am Ende bestimmt irgendwie anders wieder hoch ginge. Irgendwie. Ohne Muskelkraft. Busse zurück nach Quito oder ähnliches. Unten angekommen gingen wir ein wenig den Schotterweg entlang, an verschiedenen Hütten und Hostels, aber war nicht sonderlich viel los. Und Busse gab es auch nicht. Also: Zurück und wandern! Und das in der dünnen Luft... Gegen Abend wurde es dann noch kühler. Und wir waren froh im Auto zurück nach Quito zu sitzen. Dann ging es in QUito noch weit hoch über die Stadt mit dem TeleferiCo auf den Pichincha auf 4100 Meter. Inklusive einem weiten Blick über Quito und die Berge, und die ganzen Vulkane, die in der Ferne thronten: den Cotopaxi, den Altar und den Tungurahua. Bilder habe ich gerade keine, denn als wir oben waren, war es schon dunkel, und sehr sehr kalt.

(Leider musste ich ja den 8Usd-Erwachsenentarif zahlen. Als die Freundin unseres privaten Fremdenführers für mich den Teenagertarif abrechnen wollte, meinte doch ihr Arbeitskollege: Der sieht aber nicht mehr aus wie ein Teenager. SOnderlich freundlich zu Touristen sind die hier wohl nicht!)

Auf Grund der dünnen Luft und der frostigen Höhenkälte war dann zunächst etwas Aufwärmen im Secret Garden (unserem Hostel) nötig. Danach ging es dann für mich zumindest noch weiter. Party machen. Zumindest klein. Bis 3 Uhr nachts oder so. Und dann am nächsten Morgen in aller Frühe zum nächsten Ziel:

Latakunga!

24.7.09 04:06
 


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