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richtig verkehrt

Der Mensch kann sich ziemlich schnell an äußere Umstände gewöhnen. Ich erinner mich noch, was das für eine Fahrt vom Flughafen ins Hostel war. So erschreckend. Und jetzt? Jetzt ist so eine Autofahrt hier ganz normal. Aber gestern kam etwas von der Erinnerung zurück, als unser Bus beinahe ein Auto gerammt hätte. So versuche ich mal schnell, bevor die Erinnerungen verblassen, mal meine Eindrücke zu beschreiben.

Das erste was mir auf dieser Fahrt durch das nächtliche Guayaquil aufgefallen ist: es fehlen Fahrbahnmarkierungen (nicht immer, aber sehr oft); man fährt wie man fährt. Auf welcher Spur man halt gerade steht. Man schiebt sich so irgendwie durcheinander, ineinander, wie man gerade muss. Es wirkt sehr chaotisch. Da der Ecuadorianer nicht gerne in den Spiegel guckt, benutzt er auch nicht häufig die Rückspiegel (Ersteres aus dramaturgischen Gründen erfunden). Daher wird eigentlich immer und überall gehupt. Damit der VOrmann nicht plötzlich ausschert, hupen. Wenn man über eine Kreuzung fährt, hupen. Wenn man überholt, hupen. Die Straßenführung ist auch sehr verwirrend, überall Einbahnstraßen, und diese werden manchmal aber auch in beiden Richtungen befahren, stört ja keinen. FUßgängerübergänge sind natürlich nur als Verzierung der Straße gemeint. Sieht ja auch schön aus. Nachts muss man auch nicht mehr an Ampeln halten, nur hupen und sehen, das keiner kommt. (Überfallprävention)

Steht man aber tagsüber an Ampeln kommen direkt Leute auf das Auto zu, wollen Wasser verkaufen, Bonbons, Klapptische oder Sonnenschutzdinger fürs Auto. Manchmal kommen auch Kinder, die mit Bällen jonglieren und stellen sich vor die Autos, oder Jugendliche die mit brennenden Fackeln jonglieren. Sieht nachts sehr eindrucksvoll aus. Die Verkäufer kommen übrigens auch in die Busse, springen über das Gerät, das die Insassen registriert, laufen durch die Reihen und versuchen allerlei Klimbim zu verkaufen.

Die Busse halten übrigens überall. Man muss nur durch Handzeichen zu verstehen geben, das man einsteigen will, und zum Aussteigen nach vorne gehen. Busfahrpläne hängen aber leider nirgendwo welche. Muss man halt wissen, welche Busse man nehmen kann oder muss. Oder den Busfahrer fragen. Ich fühl mich auf jeden Fall im Bus wohler, die Vorstellung selber zu fahren, finde ich hier noch sehr unheimlich. Ganz gewöhnt bin ich wohl doch noch nicht...

12.5.09 18:53
 


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