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dos meses despues...

Zwei Monate sind es schon, die ich jetzt hier bin. Hilfe! Wo ist denn bitte die Zeit geblieben? Die Halbzeit ist schon etwas länger um, ein paar Tage schon, und ich habe das Gefühl, bald wieder Koffer packen zu müssen. Dabei fühl ich mich manchmal noch gar nicht richtig angekommen. Oder eigentlich schon, aber ich stecke fest im Alltag, ich sehe nichts mehr. Sport und Arbeit, das füllt irgendwie den Alltag aus. Und sonst irgendwie keine Zeit etwas zu entdecken. Könnte man ja fast depressiv werden...

Aber nächste Woche krieg ich ja Besuch und dann geht es los auf große Reise, Ecuador entdecken. Dann wird hier auch mal mehr aufregendes berichtet...

8.6.09 03:47


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Einmal Großgrundbesitzer und zurück - oder - Folklorismusstudien

Parque Historico Guayaquil - Teil 1

Hier der versprochene zweite Teil meines Ausflugsberichtes. Nachdem wir also die Tierchen hinter uns gelassen haben - aber immer wachsam, dass so ein Krokodil uns nicht plötzlich gefolgt ist um uns von hinten anzuspringen - betraten wir den nächsten Teil des kleinen Parks: Malekon 1900. Während in der Innenstadt hier ja der Malekon 2000 steht, ein neu gemachter und schöner Bereich der Stadt, (unteranderem mit kleinen Parks, Kino, ner Brauerei und Einkaufszentrum, natürlich ;-) da wollte ich eigentlich auch schon seit ein paar Wochen mal hin, habe es aber irgendwie nie geschafft! Nehme ich mir das also mal vor für Montag!), steht da, direkt am Guaya (dem Fluss), der Malekon 1900. Am FLuss fand auch noch irgendeine Veranstaltung statt, zu der wir aber nicht eingeladen wurden, aber das Fernsehen war auch dabei. Vielleicht bin ich jetzt auch schon ins Fernsehen gekommen..

Sieht auch sehr schön aus, wenn auch zum Teil etwas kitschig.Und mit einer schönen alten Straßenbahn, von der ich mal gelesen habe, dass sie irgendwann auch wieder von Pferden durch den Park gefahren werden soll... Hier aber zunächst noch ohne Pferde.

Daneben  gab es auch noch einige Menschen, die in den "Trachten" der damaligen Zeit herumliefen. Sehe grade, dass ich davon gar kein Foto gemacht habe. Das wird dann noch nachgeholt. Tut mir leid!

 Innen in den Häusern gab es auch Einrichtungen. In dem oben schon abgebildeten Haus, das - laut Schild - wohl einem Herrn Doktor gehörte, wurden ein paar viele Sitzmöglichkeiten installiert.

War auf jeden Fall sehr pompös, auch wenn die Bar (Im Rücken des Fotografen) leider leer war und man sich nich bedienen konnte. Frage mich zwar, ob der Raum wirklich so genutzt wurde, wer soll denn da alles sitzen? Oder das war das wohl luxuriöseste Wartezimmer, das ich je gsehen habe. Ja, das ergibt Sinn! Rätsel gelöst.

Was ich mich allerdings frage: Wozu wurde dieses Haus genutzt. Von vorne ja schön anzusehen, aber spätestens in der Regenzeit war das für die Bewohner wohl etwas feucht...

Auch zu der gleichen Zeitepoche, und zum städtischen WOhnen, gehörte glaube ich dieses alte Krankenhaus. Das ließ sich aber leider nicht betreten. War allerdings auch noch nicht ausgestattet. 

Als wir weitergingen, den Stadthäusern den Rücken kehrten, kamen wir aufs Land. Wo es neben allerlei Gärten auch die translozierten Häuser eines Großgrundbesitzers gab, neben denen der Arbeiter. Auch hier wieder in Trachten gekleidete Führer. (Auch hier habe ich aber kein Foto gemacht).

War schon ein krasser Gegensatz, dieses kleine, aus Bambus erbaute Haus der Arbeiter und dann das Haus des Patronen. Das Arbeiterhaus ließ sich auch betreten, der Bambus hat gefährlich gequietscht und geknarrt. Sonst waren die RÄume wenig ausgestattet. Das Haupthaus der Besitzer war da schon mehr ausstaffiert.

Allein von der Größe der Häuser und der Bauweise - hier schlicht - da verziert, mit Säulen und viel representativem Schmuckwerk - wurde einem schon einiges deutlich. DIeser krasse Gegensatz zwischen Arm und Reich, so direkt nebeneinander. Hier haben wir uns dann durch das Haus führen lassen (unser Führer konnte auch etwas deutsch: Bayern München konnte er sagen!). Viele der Möbel sind wohl noch authentisch, aus dem gleichen Haus und stehen im Haus wie sie abgebaut wurden (behauptete der als Patron verkleidete Führer). Muss schon ein schönes Leben gewesen sein, so reich, in so einem schicken Häuschen, mit ganz vielen Arbeitern, die für einen für einen Hungerlohn schuften, dann noch ein paar Angestellte, die das Haus sauber halten und essen heranschaffen, aber um mit ihrer Anwesenheit nicht zu stören extra eine kleine Extratreppe benutzen, um nicht die herrschaftliche nutzen zu müssen. Das war bestimmt gut fürs Ego... *träum*


6.6.09 04:55


Auf Alexander von Humboldts Spuren - oder - Wildnis light

Parque Historico Guayaquil - Teil 1

Liebes Blog,

Letztens habe ich einen Auflug gemacht, eigentlich wollte Verena mich in den Parque entführen, aber als dann der andere Deutsche da war, dachte sie, schickt sie mich doch mit ihm dahin. War aber auch so ganz nett. Und was ich da alles gesehen habe. Sooo viel! Tiere und Pflanzen. Meine ersten richtigen Mangrovenwälder, die in echtem Brackwasserpudding standen, habe ich direkt wieder Lust auf Brackwasserpudding aus Lund bekommen. Hmmmmmm. Aber es war nicht nur der Deutsche mit auf der Reise, sondern auch meien Kamera. Der Horst, der hat sich nicht aus meiner Tasche getraut. So viele wilde Tiere, hinterher hätten die ihm noch etwas getan. Und dann der Deutsche, der guckte immer so. War ein typischer Abiturient, der Freiwilligenarbeit macht, so richtig mit langen Haaren, Dreads (oder waren sie nur geflochten) in lang und Fusselbart (also am Kinn so einige lang herunterhängende Haare). Untypisch allerdings, dass er, wenn er wieder in Deutschland ist, Maschinenbau studieren will. Was ist denn aus den guten alten Sozialpädagogikklischees geworden?!

Aber das, mein liebes Blog, ist eine andere Geschichte. (Klischees habe ich im letzten Beitrag schon genug reproduziert)

In dem Park gab es eine Menge zu sehen, auch noch ein kleines "Freilichtmuseum", aber den Teil hebe ich mir für später auf...

 

Das ist ein Vogel (ach!), eine Llora? Oder so ähnlich? Ich würde ja sagen, das ist ein Papagei, aber echte Papageien kommen noch später.

Noch ein Vogel. Allerdings steckte dem ein Strohhalm im Kopf, da ich nicht mehr weiß, was auf dem Schild dazu stand, weiß ich nicht, was das für einer ist. Und auch nicht, warum der nen Strohhalm im Kopf stecken hat. Ist das chick? 

 *grunz*

Hier ist er, der richtige Papagei, sogar zwei! Allerdings waren die auch zu sprechfaul. (So ähnlich wie ich...)


 Soweit ich mich entsinnen kann, ist das ein Tapir. Mit einer schönen Nase. Aber diese Anmut wie es die linke Pfote hebt. Wirkt irgendwie so graziös.

Ein ganzer Tümpel abgestandenes Wasser. Lecker. Suchbild: Findet das Tier!

Mein Opa hat ja immer gesagt: "Mach den Mund zu, sonst kommen Fliegen rein!" Und da ich nicht an Fliegen ersticken wollte, hab ich das dann auch immer brav gemacht. Das Krokodil hatte aber scheinbar keinen Opa. Und ich hab mich auch nicht getraut, ihm das zu sagen. Hinterher hätte mir die große Krokodillederhandtasche noch den Kopf abgebissen. Sah aber witzig aus, der konnte seinen Rachen so komplett verschließen. Nur als er geschlockt hatte, öffnete sich der Schlund. Da bekam ich Angst um Horst und bin schnell abgehauen...

So, liebes Blog, das war es auch schon mit dem ersten Teil des Parque Historico Guayaquil. Mehr gibt es die Tage.

Liebe Grüße

Der Blaufußtölpel

31.5.09 22:20


Was Bananen mit Mentalität zu tun haben...

In manchen Momenten denk ich mir, ich bin einfach zu deutsch. Aber eigentlich, so schlimm finde ich das gar nicht. Woran ich das merke? Naja, ich bin verhältnismäßig pünktlich (für hiesige Verhältnisse), sonderlich ordentlich bin ich zwar immer noch nicht, aber versuche immerhin sauber zu sein, und dreckige Sachen mag ich nicht. Aber wo mir meine "deutsche Seite" besonders auffällt, ist in meiner Planungswut. Die Mami Chula hat sich hier schon besser angepasst (ist aber auch hier geboren, hat nur ne zeitlang in Deutschland gelebt):

Lebt von Tag zu Tag, ab und an mal essen, dann immer von Bett zu Bett laufen, sich hinlegen und einfach alle Viere von sich strecken. Halt ein kleines typisches Katzenleben. Aber Ich glaub selbst nach zehn Jahren Leben in Ecuador würde ich noch als Deutscher auffliegen. Ich wüsste halt schon gerne was ich am nächsten Tag mache, am liebsten sogar, was ich in einer Woche oder einem Monat mache. Und das dann bitte (mehr oder weniger) fest machen, zumindest eine grobe Richtung. Aber mir wird hier jegliche Planung verboten.

Stellt sich natürlich die Frage, oder sie ließe sich stellen, warum sind wir da alle so unterschiedlich? Wenn man hier von kulturellen Charakteristika sprechen kann, das nicht nur bloße Stereotype sind? Ich sag jetzt mal, das ist so und spreche allgemein davon, dass die Deutschen immer etwas penibler sind, mehr planen, aber auch Fremden gegenüber distanzierter sind, während die Ecuadorianer halt auch gerne unpünktlich, vielleicht sogar fauler sind. Dafür sind sie aber auch freundlicher und offener, nehmen das Leben wie es kommt - und nehmen auch die Leute freundlich und offener an, die das Leben mit sich bringt. Kollegin Ingeborg wurde mal von einer Schülerin gefragt: "Warum sind die Deutschen so?" Ihr Erklärngsansatz: Das Wetter. (Rückt es das Ganze jetzt zu sehr in Richtung Klimatheorie?) In Deutschland musste man halt immer vorsorgen, um im harten Winter nicht zu verhungern. Vorräte anlegen, rationieren und planen um durch den Winter zu kommen. Aber hier in Ecuador ist es halt anders: Es gibt keinen Winter, es ist immer warm und sobald man einen Samen nur auf den Boden hat fallen lassen, sprießt auch bald schon der Baum in die Höhe. Ohne das man ein Gewächshaus drum bauen müsste, so - ohne irgendein zutun - "wachsen den Leuten hier die Bananen halt einfach in den Mund!" (Kollegin I.)

Fand ich eigentlich ein sehr schönes Zitat, ob es nun so einfach erklärbar ist, oder nicht. Aber bei diesen Temperaturen möchte man auch einfach mal sitzen und liegen bleiben und sich nicht bewegen... Und wirklich warten bis einem die Mango in den Mund fällt (Wobei der blöde Mangobaum natürlich nur während der Regenzeit Früchte trägt!)...

26.5.09 05:39


richtig verkehrt - Ergänzung

Nur mal eine kleine Ergänzung zu meinem vergangenen Post: Habe mich mit einer meiner Kolleginnen, die mich immer heim fährt, mal über den Kulturschock Verkehr unterhalten. Sie selber ist gebürtige Deutsche, aber vor vielen vielen Jahren ausgewandert, erst nur für ein Jahr, dann für länger, schließlich wohl für immer.

"Wenn ich jetzt nach Deutschland zurückkomme, trau ich mich gar nicht da Auto zu fahren. Die fahren alle so schnell!" So ihre Worte, passen ja irgendwie gut zu meinem alten Blogeintrag. Aber ich sage mal, wenn man auch nicht einfach so fährt wie man will, Spuren und Blinker benutzt, und nicht nur die Hupe als Allzweckwaffe, kann man auch schneller fahren. Und dabei sicher sein.Und angeschnallt, ist hier auch eher selten...


Gut, die Straßenqualität spielt da ja auch noch mit rein. Hier ein Bild von einer Nebenstraße in Salinas (gut, dass es in Salinas nie regnet (Hat was damit zu tun, dass die Halbinsel auf der Salinas liegt, soweit ins Meer ragt und so die Wolken vorher gezwungen werden über dem Meer abzuregnen - war da auch noch was mit dem Humboldtstrom? Oder hat der nur was mit den Walen zu schaffen? Weiß ich jetzt nicht...)).

 

25.5.09 07:27


von anderen fremdlingen...

jetzt sitze ich grade am Pool (wirklich, das schreibe ich nicht nur um euch neidisch zu machen) in einer lauen Nacht, wir hören Musik, ich blogge und hinter mir wird in einer fremden Sprache gesprochen (nee, nicht Spanisch!)... Denn: Wir haben Gäste! Wir hatten ja schon von Sonntag auf Montag zwei Amis hier, ein Pärchen, das Zuflucht im Dorm suchte und dem es gerne gewährt wurde... (ich ganz alleine habe ihnen die TÜr aufgemacht und sie rumgeführt, die beiden Damen waren noch Flyer verteilen) Und dann kamen heute nochmal vier Gäste an. Eine Neuseeländerin, der Verena wohl in Montanita 'nen Flyer in die Hand gedrückt hat, die hat sich für unser Hostel entschieden, gegen die direkte Konkurenz, denn: wir haben einen Pool! Yeah! Zwar keine KLimaanlage, aber zum erfrischen geht man halt in den Pool springen. Das ist doch mal was, ansonsten ist sie ganz nett, auch wenn sie komisch spricht, aber so sprechen Neuseeländer wohl halt. Und dann noch drei Polen, die sich ein Dreierzimmer teilen. Und immer das Bier aus dem Kühlschrank trinken. (So ist brav, kostet nämlich einen Dollar).

Aber worüber ich mich besonders freue: Gäste gleich Verbesserung meiner Frühstücksqualität! Denn: Die Gäste kriegen frisch gepressten Saft zum Frühstück, und dann krieg ich vielleicht auch welchen! :-) (Montag wurde der restliche Saft leider über'm Boden verteilt, bevor ich ihn trinken konnte, aber morgen! Es gilt zu hoffen! Drückt mir die Daumen!)

21.5.09 05:51


Kulturschock umgekehrt!

Es ist passiert, ich habe unterrichtet! Zwar noch mit Assistenz durch die eigentliche Lehrerin, aber es war ganz nett. Habe mir überlegt, den Schülern Aurelie von Wir sind Helden vorzuspielen. Das kann man ja auch super damit verbinden, wie die Deutschen so sind, oder so. Von wegen Flirtverhalten und so.

Hat auch ganz gut geklappt, auch wenn die Schüler leider nicht viel rausgehört haben. War wohl doch noch zu schwer für sie, dabei waren das die Fortgeschrittenen. Naja, Vielleicht kommt das ja auch davon, wenn man immer so viel Spanisch mit ihnen redet? Wer weiß, wer weiß. Ich rede zumindest kein Spanisch, auf jeden Fall nicht mit ihnen. Haben also nach und nach die Strophen gehört, gestoppt und erklärt und danach das ganze nochmal mit den Texten durchgegangen. Und am Schluß, da haben sie dann das ganze nochmal mitgesungen. :-O Erschreckend!

Endergebnis war jetzt aber glaub ich, dass sie die Deutschen für sehr seltsam halten. Von wegen: wir mögen keine Frauen, reden dann lieber über Fußball und was die Deutschen mit den Bienen und Blumen haben... Das weiß auch keiner. Aber immerhin meine Schüler, die wissen jetzt, dass so unsere Kinder aufgeklärt werden. Wobei ich eigentlich noch nie jemanden getroffen habe, der tatsächlich so aufgeklärt wurde. Das ist auch sehr seltsam. Und das Bild ist ja auch irgendwie falsch. Immerhin trägt die Biene ja den Samen von einer zu einer anderen Blume. Blume plus Blume plus Biene macht gleich drei beteiligte Parteien. Drei? Da kann doch was nicht stimmen. Oh, hoffentlich denken die nicht so weit, sonst sehe ich ein anderes böses Vorurteil auf Deutschland zukommen... (und ich wär schuld!)

20.5.09 06:35


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