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kaum Zeit die bleibt

Ich weiß, ich weiß, ich wiederhole mich, wenn ich sage, ich weiß nicht wo die Zeit bleibt. Ich weiß aber, dass nur noch wenig Zeit bleibt! (Wohin sie auch immerhin danach verschwindet...) Viel zu wenig Zeit in diesem fremden Land mit dem vielen fremden Essen... Daher werde ich jetzt mal, bevor ich demnächst zum Höhepunkt der Nahrungsfeldforschung komme, ein wenig die offenen Felder beackern...

Humita

Zuerst ein Foto aus glücklicheren Zeiten, aus Zeiten, in denen der Horst noch bei mir war... Als wir noch gemeinsam Essen gingen und fremde Kost ausprobiert haben...

 Ja, was isst er denn da? Eins der sehr traditionellen - und einfachen - Speisen des Landes, wird wohl fast überall in Südamerika gegessen. Ist eigentlich recht schnell erklärt, Maismehl mit Gewürzen und Käse, gedünstet oder gekocht in Maisblättern. Das erste Mal, als ich es gegessen habe, war ich nicht sonderlich begeistert, kann man zwar essen, aber irgendwie hat der Geschmack mich nicht überzeugt, war eher Geschmacksneutral. Da widme ich mich lieber mal dem anderen Hauptfeiler der Ernährung an der Costa.

Verde - die grüne Kochbanane

Typischer für die Gegend hier an der Costa ist eigentlich alles, was aus der Verde, der grünen Kochbanane gemacht wird. Wenn die Banane dann reif wird, zu einer Madura, schmeckt sie süß... Aber bis dahin wird sie in allen möglichen Formen bearbeitet. Als Patacones, zerdrückt und gebraten oder halt als: Bolon.

Die weißen Stellen sind kein Schimmel, das ist Käse. Aus dem Bananenmuß wird eine Kugel geformt, etwas Käse dabei gepackt, und das Ganze wird dann, meine ich, fritiert (zumindest bei dem Bolon, den ich in QUito gegessen habe) oder gekocht. Schmeckt etwas wie Banane, nur weniger süß und fester. Und sättigt ziemlich.

Und jetzt werde ich mich mal weiter auf die Suche nach Essen begeben, das ich abfotografieren werde...

19.7.09 19:41


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Zwischenmeldung vom kleinen Waschbären

Hey Fans,

tja, da staunt ihr nicht schlecht, bin ich wohl immer noch unterwegs. Alleine! Ich muss ja sagen, schon aufregend hier! So alleine unterwegs, was ich schon alles erlebt habe, so allein!

Brauchte erst mal eine Zeit um mich alleine zurecht zu finden, in dieser großen fremden Welt. Hier gibt es ja weit und breit keine Waschbären... Aber ich habe es geschafft, habe immer mal wieder etwas Geld stibizt! Und etwas gearbeitet in ner Stripbar! Bei meinem Charme ist das genau das Richtige gewesen. Und dann, dann endlich war es soweit! Ich habe das FLugticket: Schildkrötendame ICH KOMME!

So Fans, ich weiß nicht, ob wir uns nochmal wiedersehen, denn jetzt geht es auf Reise, und ob ich nicht einfach mit einer netten Schildkrötin alt werde, tja... Aber ab und an kann ich ja vielleicht noch mal bloggen, was?

Und passt mir auf den Daniel auf! Nicht, dass der wieder Mist baut!

Feuchter Waschbärenschmatzer

Horst

5.7.09 04:17


Die Woche, in der die Erde bebte!

Besuch 1 wieder weg, Besuch 2 kurz da gewesen und dann mit dem sexy Poolboy durchgebrannt... Ich glaube auf und davon nach Galapagos. Aber vielleicht kommt sie ja wieder. Und findet auf dem Weg den Horst. Der immer noch vermisst wird. Es gibt nämlich Gründe anzunehmen, dass er nach Galapagos abgehaun ist...

Ansonsten, was gibt es aus dieser Woche zu berichten? Erdbeben! Ein kleines, das ich kaum gemerkt habe, auf das ich aufmerksam gemacht worden bin. Ansonsten: Nichts! Was jetzt nicht daran liegt, dass ich so fleissig war, eigentlich hab ich gar nichts gemacht. Außer rumgelungert, und... rumgelungert. Ein paar Bewerbungen geschrieben, mich umgesehen, wer wohl alles noch eine Bewerbung haben möchte und rumgelungert. Inzwischen ist in meinem Bett eine große Kule mit der Form meines Körpers.

Erschreckenderweise bin ich jetzt in meinem letzten Monat. Wie die Zeit vergeht... Unheimlich! Möchte ich nicht. Daher versuche ich es jetzt noch ein wenig mit Spanisch und nachher nochmal mit Schwimmen und zu guter letzt... mit Rumlungern! Und nächsten Mittwoch geht es wieder auf Reisen, und dann gibt es vielleicht neue Quitofotos!

3.7.09 22:54


wieder allein

Montañita überstanden, dafür jetzt wieder alleine. fühl mich grad etwas träge, dafür sind jetzt alle Fotos von Galapagos online, die ich online stellen wollte...

dann vergammel ich mal fix den rest des tages...

28.6.09 00:22


Von Galagapagos zurück!

Hey, Jetzt bin ich gut aus Galapagos zurückgekehrt und habe dafür einfach eine neue Seite eingerichtet, bei den ganzen Fotos... Habe allerdings noch nciht alle online gestellt, aber zumindest einige.

Schade, dass meine Kamera einen Tag vorher geklaut wurde, aber zum Glück macht meine Sony CyberShot auch immerhin annehmbare Fotos... 

Daher gibt es auch erstmal keine Fotos aus Quito oder Baños, die kommen, nachdem ich ein zweites mal da war. Hmpf! Und morgen geht es nach Montañita und wenn ich wiederkomme, dann gibt es den Rest von Galapagos!

Bis dahin, macht es gut. Ich werde mich die nächsten beiden Tage einfach mal in der Sonne brutzeln! 

24.6.09 05:56


... und tschüß!

Lieber Daniel, liebe Blogleser,

Wenn ihr das hier lest, werde ich bereits auf dem Weg fort sein, über alle Berge, das Land erkunden. Ich habe meine kleine und süße Waschbärenschnauze voll, hier im Zimmer eingesperrt zu sein, nur mit der Katze, während Daniel "arbeiten" ist (wie er es nennt) oder sonst was macht.

 

 

Neenee, den ganzen Tag mit der Katze rummachen ist mir auch zu anstrengend!  Ich möchte mich doch für die Schildkrötendame aufheben, und muss sie erstmal finden! Aber den ganzen Tag bei Daniel im Zimmer... Und bald bekommt er ja noch Besuch, und neinnein! Das ist mir zu anstrengend. Da möchte ich doch nicht auch noch zugucken müssen... Brrrr!

Also habe ich mich kurzerhand entschlossen Chula zu satteln und ab die Katz!

 

 

Aber da hab ich die Rechnung ohne die Katze gemacht. Das faule Biest wollte dann doch lieber bei Daniel im Bett bleiben. Ab und an zu Verena hoch, aber ansonsten nur zum Fressnapf. Nichts los mit dem Vieh. Also dann doch, gestern Nacht, heimlich zur Vordertür raus und am Hund vorbei... (Der schläft eh den ganzen Tag, wenn er nicht irgendwelche Männer anspringt.)

Und so bin ich aufgebrochen in die große weite Welt, mal sehen wie das so wird. Was ich hier so finde. Und eines Tages werde ich sicherlich mal wieder zurückkehren! Vertraut mir und passt auf euch auf!

Ich werde euch sicherlich vermissen! Aber ich werde euch hier auf dem Laufenden halten.

Tausend feuchte Waschbärenschmatzer!

Euer Horst, der Kleine Frauenheld

P.S.: Hier ein erstes Bild von mir, es geht mir gut. Lasst eure Köpfe nicht hängen, sondern denkt dran: Keep reaching for the Kakaobohne (wie ich!).

 


 

14.6.09 04:15


Von Toten und Termiten


Seit meiner Irlandexkursion vor ein paar Jahren - wie lang mag das schon her sein? Drei Jahre... - bin ich ja begeisterter Friedhofsvolkskundler. Da war das natürlich praktisch, dass Guayaquil auch einen Friedhof hat. Das kommt natürlich jetzt nicht sonderlich überraschend, ich schätze mal es gibt wenig Städte die keinen Friedhof haben...)

Kommt man rein, betritt man den Friedhof, der direkt an einer großen Hauptstraße liegt, öffnen einem die Wachmänner. Und man muss einen Ausweis vorweisen können. Scheinbar tummeln sich auf dem Friedhof acuh gerne Drogensüchtige und Räuber, also heißt es hier auch: Vorsicht. Nciht zu offensichtlich mit der Kamera rumwädeln etc.. Der Friedhof selber war auch eine Erfahrung. Übereinander gestapelt liegen dort die Grüfte. 

Mehrere mit Blocks vergleichbare Viertel von hochaufragenden quadratischen Gebäuden bestimmen das Bild. Hinter jedem dieser kleinen Öffnungen, die mit Grabplatten verschlossen wurden, verbirgt sich ein Sarg. Einige haben noch Besuch bekommen, schwarze Linien durchzogen Teile des Marmors oder des Steins. Termiten suchen sich ihren Weg zu den unbehandelten Sarghölzern. Von den Grabplatten waren viele noch mit Blumen dekoriert; zu den weiter oben liegenden musste man natürlich  klettern.

Hier sieht man ganz gut, welche Dimensionen das Ganze annimmt. Hinten wird schon angebaut. Aus Platzmangel muss man noch in die Höhe ausweichen. Wir haben auch aus der Ferne eine kleine Beerdigung gesehen, mit Musik und ohne schwarze Kleidung. Ist immer wieder seltsam, wie sehr sich die eigene Kultur vor solche Wahrnehmungen schiebt. Mariakas Mutter, mit der wir da waren, bot uns an, dass wir uns doch dazustellen sollten, um uns das Ganze mal ein wenig anzuschauen. Schließlich sollten Verena und ich noch vor einem Grab posen. Das kam mir dann auch ein wenig komisch vor. Aber wie man als VOlkskundler weiß, es gibt verschiedene Wege mit dem Tod umzugehen.

Das Gefälle zwischen Arm und Reich, das nebeneinander von Armut und Reichtum, das so typisch für Ecuador ist, spiegelt sich auf dem Friedhof wieder. Hier die hochaufragenden Nekropolen, direkt daneben große Familiengrüfte, die sehr prunkvoll ausgestattet sind. Kleinere und größere Gebäude, die meistens mit Gittern verriegelt sind.

Und zu guter Letzt gab es noch andere Besucher des Friedhofs, erblickt kurz vor dem Hinausgehen. Was immer die da auch fressen.


11.6.09 20:01


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